Wissenswertes über Yoga

„Zufriedenheit und Glück hängen einzig und allein vom Geiste ab,
 nicht von äußeren Objekten oder Umständen.
 Sowohl Himmel und Hölle werden vom Geiste erschaffen.“
                                                                                   Amma

Das Wort Yoga stammt aus der altindischen Sprache, dem Sanskrit. Der Begriff Yoga beischreibt ein sehr altes philosophisches System, eine spirituelle Wissenschaft aus dem alten Indien. Yoga ist und bleibt ein ewiger zeitloser Pfad. Yoga ist an keine Religion gebunden, seine Religion ist die Liebe. Der Yoga wurzelt auf einem ganzheitlichen Ansatz, der alle Ebenen eines Menschen anspricht, nämlich Körper, Geist und Seele. Eine Vielzahl von Yoga-Techniken verbinden uns mit etwas Höherem und Subtilerem, als es unser Alltagsbewusstsein für gewöhnlich zulässt, nämlich unserem wahren Selbst, dem reinen höchsten Bewusstsein.

Yoga ist eine Wissenschaft des Bewusstseins. Durch die Identifikation mit unserem Körper, Geist, Ego, unserem matierellem Besitz usw. wird unser wahres Selbst verschleiert, dies verursacht vielerlei Leiden auf allen Ebenen unseres Seins. Tröstlich jedoch ist die Kernaussage des Yoga: Wir sind von Natur aus vollkommene und unzerstörbare Wesen, in welchen das Geburtsrecht von Gesundheit und Harmonie eingebaut ist. Yoga hilft uns diese Harmonie und Gesundheit wieder zu erwecken und uns an unsere wahre Natur zu erinnern. 

 

 

Der bedeutendste und zugleich wichtigste Lehrer des Yoga ist Patañjali

Die von ihm überlieferte Schrift mit nur 195 Zeilen und VI Kapiteln heißt Yoga-Sūtra. Dieser Text basiert auf Erfahrung. Er ist wie ein Reisebericht über den Weg eines Menschen in Richtung absoluter Freiheit, hierin liegt die Größe des Yoga-Sūtra.

Sūtra bedeutet Faden und ist verfasst in Sanskrit, der alten Sprache Indiens. Der Zusammenhang der einzelnen Sätze gleicht einer Perlenkette, auf deren Faden die sehr kostbaren Perlen aufgefädelt sind. Die zentrale Idee des Yoga-Sūtra ist es, das menschliche Leiden und die damit zusammenhängenden Probleme zu verringern, indem wir unseren Geist ergründen. Es geht darum, das meinende und denkende Selbst zu erforschen und besser zu verstehen.

Heute da der Westen mühsam versucht, eine Brücke zwischen Körper und Geist zu schlagen und die Trennung zwischen Psychologie, Religion, Philosophie und den Naturwissenschaften aufzuheben, kann das Yoga-Sūtra viele wertvolle Erkenntnisse vermitteln. 

 

Der Weg unseres Wohlbefindens ist weitgehend von 5 Prinzipien des Yoga abhängig:

  1. Richtige Körperübungen
  2. Richtige Entspannung
  3. Richtige Atmung
  4. Richtige Ernährung
  5. Positives Denken und Meditation


Werden diese 5 Prinzipien befolgt, wird man körperlich und geistig gesünder und die Verbindung mit den spirituellen Aspekten des Lebens werden sich vertiefen. Sie führen uns näher an unseren wahren Wesenskern heran und oft ist es möglich, mit ihm etwas tiefer in Kontakt zu treten.

Yoga entstammt der Wortwurzel yuj, deren Bedeutung „anbinden“ ist. Im Geist des Yoga-Sūtra bedeutet das Wort Yoga einerseits den Zustand der Anbindung, in dem der Mensch frei von jeglichen flüchtigen Überzeugungen und mit der tiefsten Wirklichkeit verbunden ist und andererseits auch die Schritte, die ihm helfen, diesem Zustand der das zur Ruhe bringen des Geistes voraussetzt näher zu kommen.

 



Yoga-Sūtra 1.2

योगः चित्तवृत्ति-निरोधः   yogaḥ cittavṛtti-nirodhaḥ   

Yoga ist der Zustand, in dem die Bewegung des citta (des meinenden Selbst) in eine dynamische Stille übergehen.