Yin Yoga - eine meditative und ruhige Praxis

Yin-Yoga wird relativ einfach oder schlicht geübt (ca. 25 verschiedene Āsanas die sich wiederholen), was jedoch nicht mit leicht gleichzusetzen ist. Sich selbst, seinen Körper und Geist mehrere Minuten lang in einer loslassenden Haltung anzunehmen, kann durchaus zu einer Herausforderung werden. Yin ist nachgiebig, gewährend, nährend und revitalisierend, es baut Substanz und Energie auf, anstelle sie zu verbrennen. Gelassenheit und eine akzeptierende Haltung ist eine Grundlage des Yin. Folgendes Gebet spiegelt uns diese Einstellung: „Gott gibt mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Diese wachsende Gelassenheit unterstützt uns Stress abzubauen und den auf uns einwirkenden Druck von außen leichter abzufedern.


Langgehaltenes Dehnen und Verweilen in einer Āsana wirkt wie eine großflächige Akupressur. Dies harmonisiert und regeneriert die Energiezirkulation unseres Energiesystems. Die Regulation unserer Selbstheilungskraft verteilt das Prāṇa gleichmäßig, was sich in mehr Gesundheit und Wohlbefinden ausdrückt. Während dieses passiven Übens lassen wir muskuläre und geistige Anspannung sowie unsere Erwartungen und Identifikationen los.


Die Faszien als unser dreidimensionales körperweites Netzwerk und Stützgewebe, welches Muskeln, Organe, das Verdauungssystem, die Blutgefäße und Nerven umhüllt und durchdringt, hält alles in uns zusammen. Für ein elastisches und kräftiges Bindegewebe gilt es dem Verfilzen dieser Fasern entgegenzuwirken. Dies verjüngt und erfrischt unsere Zellen und belebt unseren Energiefluss.


Literaturhinweise:

Yin Yoga - Achtsames Üben für innere Ruhe und Entspannung von Helga Baumgartner
Gesund durch Yin Yoga - Der sanfte Weg von Stefanie Arend
Yin Yoga DVD - Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit von Stefanie Arend
Das grosse Yin Yoga Buch von Bernie Clark