Wissenswertes über Klang

Die Schöpfung, der Kosmos, die Welt ist Klang, ist Sound - "Nada Brahma"

Das ganze Universum klingt, so sagen die alten Veden und inzwischen sagt es auch die moderne Physik, dass in den kleinsten Teilchen letztlich nur noch Schwingung übrig bleibt. Auch Joachim Ernst Behrendt beschreibt es in seinem Hauptwerk „Nada Brahma - Die Welt ist Klang“ auf sehr eindrückliche Weise. Klang ist zunächst einmal ein physikalisches Phänomen. Klang ist die Schwingung eines Mediums wie der Luft, die innerhalb eines bestimmten Frequenzbereiches als Klang hörbar wird. Klang wirkt im 5. Element, dem Element des Raums, das Medium für Ausbreitung von Licht. Jede Erkenntnis in diesem Universum wird von Klang empfangen, das gesamte Wissen, das Wissen aller großer alter Weisheitslehren ist von Klang durchdrungen. Alles schwingt und klingt, auch unser Körper, darum reagieren wir auf Musik und Klänge bewusst oder unbewusst, manchmal tief berührt. 

Am Anfang aller Schöpfung steht der Klang, dies wird repräsentiert durch die mystische Silbe OM, das göttliche Schöpfungswort. Das Mantra Om führt uns direkt zum zeitlosen Pfad des Yoga. In der griechischen Philosophie findet sich eine dem Yoga sehr ähnliche Sicht des feinstofflichen Aspekts von Klang. Es ist das, was Pythagoras von Samos 550 v. Chr. die „Musik der Sphären“ nannte, welche durch die Schwingung der Planeten als himmlische Sinfonie erklingt. Pythagoras der Entdecker der musikalischen Harmonielehre ging dabei aufgrund seiner Erfahrungen vor und bediente sich dem Monochord.

 

„Die verborgene Harmonie ist mächtiger als die offensichtliche.“
                                                          Heraklit von Ephesus


Manch einer mag sich an die Chladnischen Klangfiguren aus dem Physikunterricht erinnern. Wie sich da wahllos auf eine Glasplatte gestreute Sandkörner durch einen Strich mit dem Geigenbogen verblüffend zügig zu den schönsten symmetrischen Gebilden ordnen. Hans Jenny hat gezeigt, dass diese wunderschönen Muster genau denen entsprechen, die die Natur in ihrer eigenen Gestalt hervorbringt (z. B. Blätter und Blumen, Muscheln und Schnecken, Felle, Früchte und Kristalle, in den Molekülen wie der Doppelhelix der DNS und den gigantischen Spiralen der Galaxien). 

Die Welt ist Klang, das sagen nicht nur viele Weise Asiens und des Westens (Pythagoras, Heraklit, Kepler, Chladni, Jenny, Behrendt, Lauterwasser). Auch die Legenden und Mythen vieler Völker der Erde meinen es und die moderne Wissenschaft (Quantenphysik) bestätigt es jetzt. Die Welt ist Klang in der Umlaufbahn der Planeten und des Spins der Elementarteilchen, in Pulsaren und im Sonnenwind, im Erdmagnetismus und der Eigenschwingung der DNS, in der Photosynthese und in Tausenden anderen Vorgängen und Formen unseres Universums, von der Struktur der Spiralnebel bis zu der eines Blütenblattes oder des Kristalls. 

 

„Alles ist eins und verschieden – und zwar gleichzeitig.“
                                                               Armin Risi


Die Lehre des Yoga und des Klanges wurzeln in der Annahme, dass die gesamte Schöpfung aus Vibrationen, aus Schwingungen hervorgegangen ist, daraus besteht und immer wieder neu kreiert wird und dass alles Existierende durch diese Schwingungen miteinander verbunden ist, vom Mikrokosmos (der kleinsten Zelle) hin bis zum Makrokosmos (den Galaxien). Jedoch ist diese Großartigkeit, dieser vollendeten, meisterhaften Schöpfung für unseren begrenzten menschlichen Geist kaum fassbar. 

 

 

 

Hier noch eine sehr sehenswerte Youtube-Video-Reihe von 2013: Innere Welten, Äußere Welten

Teil 1: Akasha, 31 Min. www.youtube.com/watch?v=QSEM3wLcgnY
Teil 2: Die Spirale, 33 Min. www.youtube.com/watch?v=DTCnbOwomGg
Teil 3: Die Schlange und die Lotusblüte, 26 Min. www.youtube.com/watch?v=TXn42LHB77Y
Teil 4: Jenseits des Denkens, 28 Min. www.youtube.com/watch?v=bDCzltD4HJM

 

Es gibt ein schwingendes Feld, das alle Dinge miteinander verbindet. Es wurde Akasha genannt, das ursprüngliche OM, Indra's Netz von Juwelen, die Musiker der Sphären und es bekam im Laufe der Geschichte tausend weitere Namen. Die alten vedischen Lehrer lehrten die NADA BRAHMA – das Universum ist Schwingung. Das schwingende Feld ist die Ursache aller wahrer spiritueller Erfahrungen und wissenschaftlicher Untersuchung. Es ist das gleiche Energiefeld, das die Heiligen, Buddhas, Yogis, Mystiker, Priester, Schamanen und Seher (Rishis) beobachtet ha­ben, als sie in ihr Inneres Selbst blickten. Viele der hervorragenden Denker der Ge­schichte wie Phythagoras von Samos, Johannes Keppler, Leonardo da Vinci, NikolaTesla und Albert Einstein sind an die Schwelle des Geheimnisses herangekom­men. In der heutigen Gesellschaft hat ein Großteil der Menschheit diese alte Weis­heit vergessen. Wir sind zu weit in den Bereich des Denkens abgeschweift, den wir als äußere Welt der Form wahrnehmen. Wir haben die Verbindung zu unseren in­neren Welten verloren. Dieses Gleichgewicht, das der Buddha als „Den Weg der Mitte“ bezeichnete und Aristoteles als „Die goldene Mitte“, ist das Geburtsrecht ei­nes jeden Menschen. Es ist der gemeinsame Ursprung aller Religionen und die Verbindung zwischen unseren inneren Welten und unseren äußeren Welten. 

 

"Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, Unendlichkeit zu halten in deiner eigenen Handfläche  und die Ewigkeit in ei­ner einzigen Stunde."                                                                                                    William Blake